Hochwasserschutz

Bizarres Abflußmanagement in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorkommen

Seltsame Ideen gab es in Wasserschifffahrtsbehörden in Niedersachsen und Meckenburg-Vorpommern (MV). Die Idee, dass man anstatt raumgreifende Retentionsflächen zu schaffen, Auengehölze wegnimmt, um Hochwasserspitzen zu begegnen. Beantragt wurde Ufergehölze einzuschlagen, in der Hoffnung damit den Wasserabfluß zu beschleunigen damit der Wasserscheitel niedriger bleibe. Was aber ist mit den Städten und Uferanrainern flußabwärts? Ein kurzsichtiger Verschiebebahnhof!

Den Flüssen ihren Raum zu geben, vermindert hingegen Hochwasserstände und drückt den Wasserscheitel erheblich – vor Ort und flussabwärts. Gleichzeitig wäre dies eine Naturschutzmaßnahme, die zur Biodiversität beiträgt.Aus einer BfN Pressemitteilung vom 15. Juli 2014:
„Nahezu alle großen Flüsse in Europa wurden begradigt und eingedeicht, um Hochwassergefahren einzudämmen, wertvolle Auenböden für die landwirtschaftliche Nutzung zu gewinnen und Strom aus Wasserkraft zu erzeugen. Lediglich 10 – 20 % der ehemaligen Auen an den großen Flüssen Deutschlands werden noch regelmäßig überflutet und nur etwa 1 % der Auenflächen ist tatsächlich noch mit natürlichem Auenwald bestockt. Dabei sind Auen „hotspots“ der Arten- und Lebensraumvielfalt und besonders wichtig für den Erhalt der Biodiversität und den „Gesundheitszustand“ von Ökosystemen.“

Advertisements

Über Siby BAG

schon immer Öko, einfaches Grünes Mitglied seit 1984, sonst unter www.sibyllecentgraf.de zu gange
Dieser Beitrag wurde unter Ökologie, Hochwasserschutz veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.