Landwirtschaftsklausel abschaffen

Die Privilegierung der Landwirtschaft gehört abgeschafft. Es gibt haufenweise Brunnen, die in Deutschland dicht gemacht werden müssen, da dort Herbizidrückstände zu finden sind.

Diese Biodiversitätsschäden werden nicht als solche beziffert und müssen von der Allgemeinheit, also vom Steuerzahler, getragen werden. Eine Umwelthaftung für die unmittelbaren Verursacher gibt es nicht. Schließlich sind die angewendeten Mittel alle in recht aufwändigen Verfahren zugelassen. Da man den Landwirten keine unsachgemäße Anwendung nachweisen kann, werden die Anwender der Herbizide auch nicht zur Rechenschaft gezogen.

Da die ordnungsgemäße Land- und Forstwirtschaft von den Regelungen des Naturschutzes ausgenommen ist, kommen jetzt sogar Perversitäten zum tragen, wie jüngst die Zulässigkeit des Pestizideinsatzes in ökologischen Vorrangflächen, die von der EU gefördert werden.

In Mecklenburg-Vorpommern ist inzwischen sogar der Nutzen von Rotband in Frage gestellt. Als Tourismusstandort hat Mecklenburg-Vorpommern aber nicht nur bei Buchenwäldern und Kreidefelsen Verantwortung für das Welterbe.

Mit der landwirtschaftlichen Intensivierung werden Sölle oder kleine Stillgewässer, die von der Eiszeit übrig geblieben sind und als Nährstoffsenken einen besonderen Artenreichtum aufweisen eutrophiert. Sie gehen schleichend als wertvolles Naturerbe verloren, wenn die Degradation nicht aufgehalten wird.

Advertisements

Über Siby BAG

schon immer Öko, einfaches Grünes Mitglied seit 1984, sonst unter www.sibyllecentgraf.de zu gange
Dieser Beitrag wurde unter Landwirtschaft, Naturschutz abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.